Es ist leichter zu gewinnen! Wie du im Job 110% Motivation systematisch aufbaust, damit du das bekommst was du willst!

"Wie schaffst du es nur immer so motiviert zu sein?"

Mit dieser Frage warf mein Kollege im Fitness-Studio der TU-Berlin sein Handtuch in die Tasche und war schon auf dem Weg nach draußen, bevor ich überhaupt meine Antwort formuliert hatte.

Schade eigentlich.

Denn ich wollte ihm gerade eines der größten Geheimnisse der intrinsischen Motivation erklären. Wie so viele Menschen, die täglich mit lustlosen und müden Gesichtern zum Arbeitsplatz schlendern. Ohne zu wissen wofür und warum sie eigentlich zur Arbeit gehen. 

Und genau das ist das Problem!

 

Selbst wenn ich die Lösung mit einer Hantel-Stange auf seine Nase gehämmert hätte, würde er sie nicht begreifen!

Motivation kommt von Motiv!

Wenn du keinen Sinn in dem siehst was du tust, wird es dir nicht dauerhaft möglich sein, Motivation aufzubauen. Du kannst dich zwar durch Motivationsvideos- oder Seminare, motivierende Gespräche mit Kollegen, einer Überdosis Kaffe oder einer Gehaltserhöhung kurzfristig motivieren aber nach einigen Tagen oder Wochen wirst du genau so gelangweilt weitermachen wie davor.

 

Für dauerhafte Motivation benötigst du ein System.

Ein System, welches dich intrinsisch motiviert. Was bedeutet das, "intrinsisch"?

Hast du dich schon mal dazu motivieren müssen, eine Runde FIFA mit deinen Freunden zu zocken, oder einen EGO- Shooter wie Call of Duty fast 2 Tage ohne Unterbrechung zu spielen? Wahrscheinlich nicht. Warum nicht? Weil du intrinsisch motiviert warst.

Das bedeutet, du hast dich mit deinen Kumpels zum zocken getroffen, weil du mit deinen Kumpels zocken wolltest. Es gab keine höhere Macht, keinen tieferen Sinn, keine externe Belohnung, die du dir dadurch erhofft hast. Ähnlich ist es bei einer Partie Billiard, beim Bowling oder einem echten Fußball-Spiel auf dem Bolzplatz.

Aber das sind alles nur Spiele. Wie sieht es im Alltag aus, während der Arbeit zum Beispiel? Dort sind die meisten Menschen extrinsisch motiviert. Das heisst, wir arbeiten nicht, weil wir arbeiten wollen, oder weil es uns Spaß macht - die Motivation ist nicht intrinsisch - sondern weil wir davon leben müssen, weil wir dadurch Geld verdienen, weil wir unsere Familie ernähren wollen. 

Daran ist auch nichts falsch. Es ist aber in dem Fall beinahe unmöglich, dauerhaft eine hohe Motivation aufrecht zu erhalten, denn extrinsische Motivation ist immer abhängig von externen Faktoren. Und diese können wir selbst häufig nicht kontrollieren. Am besten ist es deshalb, wenn man es schafft, extrinsische und intrinsische Motivation gleichzeitig und regelmäßig zu praktizieren. Dann hast du die enorme Chance, extrem erfolgreich zu werden. 

Denn Menschen, die in ihrer Arbeit Spaß haben, weil sie gerade arbeiten, sind kreativer, energischer, durchsetzungsfähiger und auch motivierender für Andere. Das macht sie zwangsläufig auch erfolgreicher in dem was sie tun.

Die häufigste Motivation im Alltag ist wie gesagt extrinsisch:

  1. Wir wollen abnehmen und Diät halten um irgendwann einen Sixpack als Belohnung zu bekommen
  2. Wir wollen jetzt hart arbeiten, damit wir irgendwann viel Geld haben
  3. Wir wollen jetzt trainieren gehen, damit wir bald Muskeln aufbauen

etc. etc.

Bei intrinsischer Motivation kommt die Motivation wie von alleine. Die Belohnung kommt durch die Aktivität selbst, wir erhoffen uns nichts weiter davon, als im hier und jetzt Spaß zu haben.

 

Die "einfache" Lösung lautet...

Impletmentiere intrinsische Motivation an deinen Arbeitsplatz. Klingt auf den ersten Blick einfacher als gedacht. 

Man kann intrinsische Motivation - von einigen Experten auch als FLOW bezeichnet - überall bekommen, trainieren und systematisieren. Das ist der enorme Vorteil gegenüber extrinsischer Motivation.

Denn dadurch wirst du die meisten Tage motiviert bei der Arbeit sein, mehr leisten als Andere und mehr Geld verdienen, oder was auch immer dein Ziel ist. Jetzt bleibt nur noch die Frage:

 

WIE MACHT MAN DAS?

Hast du dich schon mal gefragt, warum Computerspiele wie Call of Duty so aufgebaut sind, dass sie von Level zu Level schwerer werden? Und du gleichzeitig mehr Fähigkeiten bekommst, z.b. in Form von Waffen oder Energie etc? Die einfache Antwort lautet:

Damit dir nicht Langweilig wird!

Die beste Anleitung für Langeweile sind Anforderungen, die viel zu leicht für deine Fähigkeiten sind. Andererseits ist Überforderung das Resultat, wenn die Anforderungen zu hoch für deine Fähigkeiten sind. Das dazwischen ist der FlOW - und dort entsteht intrinsische Motivation.

So sieht das im optimalen Fall aus:

Flow

Und bei Flow handelt es sich nicht um ein einfaches "Glaub an dich Selbst" Konstrukt, sondern um handfeste Wissenschaft, begründet von dem Psychologen, Mihaly Csikszentmihalyi - Sein Buch ist absolut empfehlenswert

Um Motivation systematisch am Arbeitsplatz aufzubauen, benötigst du:

  1. Ein konkretes und klares Ziel (Ich will Heute den Blog über Motivation fertig schreiben)
  2. Feste Regeln (Ich werde dabei nicht ein einziges Mal zu Facebook gehen oder mich sonst irgendwie ablenken lassen)
  3. Einen zeitlichen Rahmen (Dieser ist nicht zwingend notwendig, erhöht aber meiner Erfahrung nach die Konzentration - Ich schreibe den Blog-Artikel bis 09:00 fertig)
  4. Schnelles Feedback darüber, ob du dein Ziel erreicht hast (Daher ist ein zeitlicher Rahmen gut)
  5. Das Ziel muss so gewählt sein, dass du dich in der Aktivität stets verbessern kannst (z.B ich möchte mehr Likes auf meinen Blog-Artikeln ansammeln - auch ein gutes Feedback-System)

 

Hier ein Beispiel aus meiner Zeit als Fitnesstrainer:

Im Fitness-Studio der TU Berlin, in dem ich von Oktober 2010 bis März 2013 gearbeitet habe, war es meine Aufgabe Einzelanleitungen mit neuen Mitgliedern durchzuführen. Diese Anleitungen dauern exakt 45 Minuten. Viel Zeit blieb da nie wirklich, da meistens der nächste Teilnehmer schon wartete.

Ich hatte 45 Minuten Zeit, einen wild-fremden Menschen kennen zu lernen, seine Wünsche zu hören, ihn/sie von Fitness zu begeistern, eine Anamnese zu machen, einen Trainingsplan zu erstellen und die Übungen des Trainingsplans durchzugehen, meistens 6-7 Übungen!"

Die meisten Kollegen waren häufig demotiviert: " Was? Heute schon wieder 7 Anleitungen maaaaan kein Bock." Wie habe ich mich motiviert?

  1. Ein eindeutiges Ziel: Begeistere den Teilnehmer für Fitness! Lass ihn 6 Grundübungen jeweils 2x perfekt ausführen!
  2. Feste Regeln: Spreche dabei nicht mit anderen Teilnehmern über das Wetter etc. 
  3. Rahmen: 45 Minuten Zeit
  4. Sofortiges Feedback: Bekam ich zum Beispiel in Form von Lob, Lächeln oder der Tatsache, dass die Teilnehmer nicht alle 2 Sekunden auf ihr Smart-Phone schauten.
  5. Die Möglichkeit zu verbessern war gegeben: ich habe zum Beispiel bemerkt, dass ich sehr häufig, exakt wie fast alle anderen Trainier den Großteil der Zeit damit verbracht habe, den Teilnehmern die Vorteile von Fitness und Übungen wie Kreuzheben zu erklären. Das hat dazu geführt, dass ich ungefähr 35 Minuten der Zeit geredet habe und der Teilnehmer 10 Minuten. Das habe ich dann versucht nach und nach umzudrehen. Mehr zuzuhören und mehr über den Teilnehmer zu lernen, statt auf ihn einzureden. Ich hatte mir dann z.b. Ziele gesetzt, immer bessere Fragen stellen zu können und nicht ständig nachhaken zu müssen. 

Weiterhin habe ich immer ihren Namen auswendig gelernt und weiss viele von ihnen jetzt noch. Das ist eine Aufgabe, die ich die wärmstens empfehlen kann. 

 

 

Dieser Bild-Ausschnitt zeigt meine Namensliste, die ich geführt habe. Sobald man einen Namen und 1 oder 2 Eigenschaften der Person aufschreibt, vergisst man den Namen nie wieder. Und die Menschen vergessen übrigens auch nicht, dass du nach 3-4 Monaten ihren Namen noch weisst. 

 

Was bringt das Alles?

Viele von den Teilnehmern haben meine Youtube-Channel abonniert, oder sogar meine Bücher gelesen.

Sich auch andere Menschen zu fokussieren und auf der Arbeit motivierter zu sein sind 2 Dinge, die deinen Erfolg am Arbeitsplatz oder in deiner Selbstständigkeit innerhalb von einem Jahr verdoppeln können, oder mehr!

Für mich selbst ist es aber noch wichtiger, dass ich durch diesen Prozess immer motivierter wurde.

Ich sehe nun Probleme viel häufiger als eine neue Herausforderung: "Heute versuche ich noch besser zu sein, die selbe Übung noch perfekter zu erklären, noch genauer hinzuschauen."

Irgendwann vergingen die Anleitungen wie im Flug und man hat wirklich Freude an dem was man tut und freut sich auf die Arbeit.

 

Wer kann das schon von sich behaupten?

Jetzt weisst du, wie intrinsische Motivation entsteht. Und du weisst auch, wie man sie bekommen kann. Natürlich ist das nichts, was von heute auf morgen entsteht. Man muss dafür jeden Tag ein bisschen üben.

Für mehr Informationen und Hintergründe zum Thema Motivation und Flow, lies das Buch darüber und überlege, wie du es im Alltag während der Arbeit, nicht nur beim Fußball spielen anwenden kannst.

Du kannst dir zum Beispiel als Ziel nehmen:

" Ich will meine Arbeit von jetzt an effizienter machen und nur noch die Hälfte der Emails schreiben!" (Also deine Kommunikationsfähigkeit verbessern)

" Ich will in Gesprächen auf Arbeit mehr zuhören, als reden " (Das ist gar nicht mal so einfach wie man denkt. Versuch mal tief einzuatmen, währen dein Kollege über ein spannendes Thema redet und ihn nicht sofort zu unterbrechen)

Wichtig ist es vor allem, einfach anzufangen. Die Möglichkeiten sind endlos und viele erkennt man erst, wenn man bereits damit begonnen hat, intrinsische Motivation systematisch im Alltag anzustreben.

Viel Spaß dabei und rationale Grüße,

Kolja Barghoorn

 

 

 

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