Die Börsen-Rookies FAQ # 1

Dieser Artikel ist der Erste eines neuen Börsenformats auf diesem Blog und natürlich auch auf dem     Youtube Kanal und zwar dem Format „Börsenrookies“.

Unsere Idee war es  wir eure Anfängerfragen zur Börse kompakt, kompetent und natürlich rational zu beantworten. Doch ich will euch gar nicht mehr länger auf die Folter spannen und so komme ich gleich zur ersten Frage die immer wieder auftaucht.

 


Was ist denn eigentlich der Beste ETF? (Minute 0:30)
 

Zuerst einmal muss man sagen, dass es darauf nicht die eine perfekte Antwort gibt. Grundsätzlich muss ich als ETF Investor erst einmal wissen, was der ETF eigentlich abdecken soll.

1. In was soll investiert werden?

Aktien, Anleihen, Immobilien oder doch Rohstoffe???

Es geht also um die Frage ob ich mir einen Rohstoff-ETF nehme, der beispielsweise in Gold oder Kupfer investiert, oder ob ich einfach einen Aktien oder Anleihen ETF wähle. Das ist das erste was man wissen und entscheiden muss, um den perfekten ETF für einen selbst zu finden. Dabei spielt natürlich auch die Risikobereitschaft eine entscheidende Rolle.

Und wenn man einen ETF gefunden hat und in diesen investiert, ist es noch wichtig, nur mit dem Geld zu arbeiten bzw. zu investieren, auf das man auch wirklich verzichten kann. Ich würde beispielsweise nie mit Geld in Aktien ETFs investieren, wenn ich es in einem, zwei oder drei Jahren wieder brauche. Die beiden Fragen, also in was ich investieren und wie viel ich investieren will, führen dann schließlich zu einer Asset Allokation. Die Asset Allokation sagt dabei aus, wie viel meines Geldes, das ich anlege, in den einen und wie viel in den anderen ETF investiert wird.

Das ist der erste Punkt, den man wissen muss.

Der zweite Punkt ist der ob man jetzt, wenn man sich entschieden hat so und so viel in Aktien ETFs zu investieren, ob man in einen MSCI World ETF, einen S&P 500 ETF oder doch einfach nur in einen DAX ETF investiert. Man könnte das auch als Unterkategorien in der Assets Allokation bezeichnen.

Die Frage dabei ist einfach, wie man diversifizieren soll.

2. Wie diversifiziere ich?

Ich persönlich habe dabei den Ansatz, alles möglichst einfach zu halten. Das heißt, meiner Meinung nach braucht man, was Aktien betrifft, am Anfang nur zwei ETFs. Und zwar einmal einen ETF auf den MSCI World Index und einmal einen ETF auf den MSCI Emergin Markets Index. Dabei kann man ja, je mehr man sich dann nach und nach aneignet, auch die Diversifikation nach und nach verbessern.

Aber am Anfang ist es meiner Meinung nach wichtig einfach einmal anzufangen. Und da hat man mit dem MCI World und dem MSCI Emergin Marktes im Prinzip die ganze Welt schon einmal abgedeckt. Wenn man dann mehr und mehr Wissen, Erfahrung gesammelt hat und seine Risikotoleranz etwas besser kennt, kann man ja immer noch einen Rohstoffe ETF dazugeben, noch Small Caps kaufen, in einen REIT-ETF investieren oder in einen Anleihen ETF zur Diversifikation hinzugeben. Aber ich würde grundsätzlich was Aktien und das Investieren in ETFs betrifft mit diesen beiden ETFs anfangen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist ja, ob ein ETF ausschüttend oder thesaurierend ist.  


3.
Ausschüttungen /Dividenden oder lieber Re-Investition?

Doch worauf soll ich da achten bzw. warum soll ich ausschüttend oder thesaurierend wählen?

 

Diese Entscheidung musst du auch wieder an deiner persönlichen Situation festmachen.

Bist du beispielsweise jemand, der jährlich oder auch quartalsweise auf Erträge angewiesen ist, weil du deinen Schrebergarten oder deine Finka auf Mallorca finanzieren musst, dann musst du natürlich ausschüttend wählen. Also einen ETF, der dir regelmäßig die Erträge, die er durch die Unternehmen in diesem ETF, in Form von Dividenden, erwirtschaftet, ausschüttet.

Und hier würde ich in der Regel Anfängern tatsächlich ausschüttende ETFs empfehlen. Weil es immer cool bzw. psychologisch vorteilhaft ist als Anfänger zu sehen, dass man etwas zurückbekommt. Gerade in Zeiten von negativen Zinsen ist das außerdem ein super Vertrauensbeweis, wenn man als Anfänger merkt, dass man auch wirklich etwas bekommt.

Und dann ist es auch so, dass jeder Kapitalanleger egal ob reich oder arm, aktuell das Recht auf 801 Euro an steuerfreien Kapitalerträgen hat.

Das heißt nehmen wir mal an du hast am Anfang ein Portfolio von 10 000 Euro, dann bist du auch bei Ausschüttungen von 3% noch nicht so weit, dass du Steuern zahlen musst und eine drei prozentige Ausschüttungsquote ist sehr hoch angesetzt. Bis zu 801 Euro und das entspricht ca. einem Portfolio von 26,7 Tausend Euro, wenn wir von einer sehr hohen Ausschüttungsquote von 3 % ausgehen, musst du auf Ausschüttungen gar keine Steuern zahlen.

Wenn du aber von Anfang an schon einen größeren Betrag hast und dir sagst, du willst diesen wirklich ganz langfristig für deine Altersvorsorge investieren, dann kannst du im Prinzip auch einen thesaurierenden ETF auswählen, der dir dann zwar keine Erträge ausschüttet aber diese dafür direkt reinvestiert, was in so einem Fall auch sehr viel Sinn macht.

Einen Faktor, denn vor allem Anfänger aber auch alle anderen Investoren beachten müssen, sind die Kosten.


4. Die Kosten des ETFs

Ich werde ja heutzutage auch nicht meine Briefe mit dem Taxi verschicken, sondern per E-Mail oder mit der Post, einfach weil Taxis viel teurer sind.

Und das ist das Gleiche bei ETFs und generell Wertanlagen. Ich versuche also den Index den ich abbilden will, also wie vorher beispielsweise den MSCI World, mit einem ETF abzudecken, der möglichst geringe Kosten hat, aber trotzdem noch qualitativ gut ist.

Dabei gibt es ETFs normalerweise mit jährlichen Gebühren zwischen 0,2 bis höchstens 1 %, von dem Betrag, den ich investiere.

Das heißt ich muss immer schauen, welcher MSCI World ETF für mich am günstigsten ist. Allerdings sollte ich nicht nur auf das TER achten, sondern vor allem auf die Tracking Differenz dieses speziellen ETFs.

Doch, was ist das genau?

Nun ja, der Index z.B. der Dax hat ja eine gewisse Rendite, weil die Unternehmen darin ja jedes Jahr eine gewisse Rendite, zumindest hoffentlich, erzielen.

Der ETF wird aber immer eine bisschen abweichende Rendite erzielen und die muss nicht unbedingt immer schlechter sein, obwohl sie es meistens ist.

Jedenfalls musst du versuchen einen ETF zu finden, der die Performance des Index möglichst genau abzeichnet. Und die Abweichung zwischen der Performance des Index und des ETFs ist dann eben die Tracking Differenz.

Die Tracking Differenz bzw. auch Tracking Error genannt, eines ETF kann man auf diversen Internetseiten nachlesen. Allerdings kann man ihn sich auch ganz einfach selbst berechnen, indem man die Performance bzw. Rendite des letzten Jahres nimmt und ihn mit der Rendite des Index vergleicht. Dazu zieht man von der Index-Rendite die ETF-Rendite ab und übrig bleibt die Tracking Differenz.

Man kann auch die Performance bzw. Rendite über 5 Jahre wählen, damit man eine etwas aussagekräftigere Tracking Differenz erhält. Außerdem habe ich zu diesem Thema auch ein ausführliches Video gemacht.

Wenn du noch genauere Informationen zum Freibetrag haben willst, kann ich dir dieses Video empfehlen, indem ich dieses Thema ganz genau erläutert habe. Außerdem zeige ich dir, wie du deinem Broker zeigst, dass er erst ab 801 Euro Steuern an das Finanzamt abführt.

Damit kommen wir jetzt auch schon zur nächsten Frage und zwar, wo soll ich überhaupt diese ETFs bzw. Aktien kaufen, also soll ich zu meinem Bankberater gehen oder soll ich lieber alles selber in die Hand nehmen.

Wo Aktien und ETFs kaufen?(Minute 6:05)

Zuerst muss einem klar sein, dass es grundsätzlich zwei Alternativen gibt. Zum einen kann man, wie schon angesprochen, zu der eigenen Filialbank und einem Bankberater gehen. Die andere Möglichkeit ist die, bei einem Online Broker ein Depot zu eröffnen und dort eigenständig zu handeln.

Du kannst die Aktien also bei deiner Filialbank kaufen. Dort bekommst du dann eine nette Beratung und vielleicht noch einen Kaffee, du bekommst also den ganzen Service und dazu einen persönlichen Ansprechpartner.

Aber du musst dir auch immer klar sein, für diesen Service zahlst du auch.

Für mich gibt es vier wichtige Punkte, die ich mir anschaue um mich dann für einen Broker, eine Bank bzw., Depot zu entscheiden, bei dem ich meine Aktien und ETFs kaufe und halte.

Erstens die Kosten, zweitens der Service, drittens das Angebot und viertens das Risiko bzw. die Sicherheit und oder Zuverlässigkeit.

1. Kosten

Kommen wir zu den Kosten.

Eine klassische Bank bzw. Filialbank ist natürlich sehr teuer, denn diese muss die Miete und die Angestellten zahlen. Das heißt, wenn ich Kosten sparen möchte, und du weißt ja als kluger und rationaler Investor, je niedriger die Kosten, desto höher deine Rendite, dann würde ich dir empfehlen zu einer Online Bank zu gehen.

Eine Online Bank hat all diese Kosten nicht, also sparst du sie auch als Kunde und kannst dein Depot viel günstiger führen.

2. Service

Wenn du zu einer traditionellen Bank gehst, hast du den Vorteil, immer einen persönlichen Ansprechpartner zu haben, falls du einmal Fragen hast und jemandem in die Augen schauen möchtest.

Bei einer Online Bank hast du auch Service, allerdings nur über das Telefon.

Vorteil davon ist aber wiederum, dass du in der Regel den 24-Stunden Service bekommst. Das heißt bei der Online Bank verzichtest du auf einen gewissen Teil des Services (dem persönlichen Kontakt), hast dafür aber immer die Erreichbarkeit.

3. Angebot

Viele möchten ihre Aktien und ETFs inzwischen nicht mehr nur noch nach der klassischen Order kaufen, sondern beispielsweise monatlich über einen Sparplan besparen.

Viele Online Banken bieten dafür inzwischen neben ETF-Sparpläne auch Aktien-Sparpläne an, die comdirect z.B. bietet 68 Aktien im Sparplan an, und mehr als 200 ETFs.

Und die Kosten dafür sind sehr gering, nämlich nur 1,5 Prozent des investierten Betrages. Das heißt, wenn du 50 Euro investierst, bist du bei Kosten von gerade einmal 75 Cent.

Dafür öffnen dir die Filialbanken nicht einmal die Tür und außerdem haben die oft noch gar keine ETF-Sparpläne geschweige denn Aktien-Sparplänen.

Bei der Consorsbank einer weiteren Online Bank z.B. kannst du noch mehr Aktien für den Sparplan auswählen als bei der comdirect, nämlich 170. Darunter internationale Riesen wie Berkshire, Coca Cola oder Apple, aber auch alle 30 DAX Unternehmen.

Auch einen ETF-Sparplan bietet dieser Broker an, mit einer Auswahl von mehr als 220 ETFs.

Die Kosten dafür liegen genau wie bei der comdirect auch bei 1,5 % des investierten Betrages.

4. Sicherheit und Zuverlässigkeit

Der letzte Punkt auf den ich achte ist immer die Sicherheit und die Zuverlässigkeit, ich möchte also keinen Broker, bei dem meine Einlagen nicht geschützt sind.

(Eine kleine Warnung an dieser Stelle an alle Flatex Kunden, die sind nämlich aus dem Einlagensicherungsfond ausgetreten, dass heißt wenn du über 100 000 Euro auf dem Spar- oder Giroguthaben hast, dann könnte im Falle einer Insolvenz des Brokers, dieses Geld weg sein)

Wichtig für dich ist zu wissen, dass Aktien generell Sondervermögen sind. Die gehören dir, die Bank verwaltet sie also nur für dich und darum hast du in diesem Bereich so oder so kein Risiko.

Somit ist die Sicherheit eigentlich bei den meisten Online, aber auch normalen Banken gegeben.

Du musst, insofern du größere Summen auf deinem Konto bei dem Broker hast, darauf achten, dass der Broker im Einlagensicherungsfond ist und bis auf Flatex sind das auch alle bekannten Banken, zumindest die, die ich kenne.

Und je nachdem welche Faktoren dir wichtig ist, kannst du dich für einen Broker entscheiden.

Wenn du einen Broker für dich suchst, kann ich dir dieses Video empfehlen, in dem ich die Vorteile und Nachteile der verschiedensten Broker aufgelistet habe. Außerdem habe ich unter diesem Artikel meine Lieblingsbroker verlinkt.

Und damit kommen wir auch schon zur nächsten Frage.

Sind wir schon in der nächsten Krise? (Minute 9:20)

Und wenn ja was soll ich tun? 

Bei einer Krise ist es ungefähr so:

Alle Aktienmärkte der Welt rauschen hinunter. Alle fangen an schnell zu Lidl zu gehen und überall einzukaufen, sich den ganzen Wagen und das ganze Auto voll zu laden, an der Börse kracht es überall, alle Leute sind wie gerupfte Hühner und schreien Crash, Crash, Crash „die Welt wird untergehen“.

Und das Wichtigste, was in Krisen immer geschrien wir: „Dieses Mal ist alles anders Kolja, du kannst mir erzählen was du willst“.

Und ich bzw. wir bleiben dann immer ganz rational und denken uns:

„Wisst ihr was: Die Börse, die gibt’s ja nun jetzt nicht erst seit gestern. Und die Börse die hat schon so einiges erlebt und auch überlebt, ja. Also angefangen vom ersten Weltkrieg über den zweiten Weltkrieg. Klar immer mal wieder zwischendurch musste sie halt auch mal schließen, wenn sie gerade bombardiert wurde.“

Aber egal ob Präsidentenmorde, egal der ob Hiroshima Atombomben Abwurf, egal ob Tschernobyl, der kalte Krieg usw..

Dir Börse hat immer mal wieder so kurze Events, wie z.B. auch 911 wo es auf einmal richtig runtergeht.

Aber langfristig geht es eben immer weiter nach oben und hat sich bisher zumindest immer erholt!

Und je länger man den Zeitraum, den man betrachtet in die Länge zieht, desto mehr sieht man das.

Und gerade solche Events wie beispielsweise ein Crash, sind meiner Meinung nach immer wieder die beste Möglichkeit um sich dann mit Aktien, vor allem von den soliden und sonst recht teureren Unternehmen, einzudecken.

Denn, was die meisten Leute nicht wissen, verstehen oder verstehen wollen, ist, dass Aktien Sachwerte sind.

Chancen nutzen wenn sie da sind

Und genau wie ich mein Auto auch tanke, wenn ich sehe dass der Preis für Benzin oder Diesel günstig ist, kaufe ich auch Aktien wenn diese günstig sind.

Viele sagen, dann auch immer: „ Ja aber du weißt ja nicht ob der Preis der Aktien noch günstiger wird, bzw. ob sie weiterfallen.“

Genau, das weiß ich nicht, doch wenn Benzin günstig ist, tanke ich mein Auto und nutze die Chance, aber warte nicht in der Erwartung, dass er noch günstiger wird. Und genau so muss man auch bei Aktien vorgehen.

Und dann decke ich mich in Krisenzeiten mit den soliden Aktienwerten ein, weil ich weiß, dass es langfristig sowieso wieder nach oben gehen wird.

Natürlich sagt sich das in der Theorie immer leicht, in der Praxis wird es dann teilweise schon schwer, wenn man sieht dass das Portfolio wieder um einige Prozent nach unten geht.

Langfristige Ziele setzen

Und genau dafür habe ich einen Trick für dich.

Ich habe nämlich meinen Fokus gar nicht mehr auf meiner Rendite bzw. auf dem eigentlichen Betrag im Depot. Mein Fokus richtet sich hingegen hauptsächlich auf die Anzahl der Aktien, die ich von bestimmten Unternehmen.

Mein Lieblingseis ist, wie die meisten wahrscheinlich wissen Cornetto. Dieses Eis wird von Unilever einem Aktienkonzern hergestellt.

Sagen wir mal, ich habe aktuell hundert Unilever Aktien, dann sage ich mir einfach, als langfristiges Ziel will ich zehntausend Unilever Aktien haben um von meinem täglichen Eiskonsum selbst zu profitieren.

Und dann ist mir das auch im Crash egal ob die weniger Wert sind oder nicht. Sondern ich sage mir im Gegenteil, super, jetzt kann ich wieder preiswert Aktien kaufen und meinem langfristigen Ziel näher kommen.

Und dadurch hat man dann den Fokus nicht mehr so sehr auf dem Thema ob es gerade kracht oder das Depot rot ist, sondern man hat immer den Fokus auf dem Wesentlichen, nämlich langfristig Vermögen aufzubauen.

Und wenn es dann nach unten geht oder es schon klar ist, dass die Krise kommt, bleibe ich auch wirklich bei meiner Buy and Hold Strategie.


Und damit kommen wir schon zur letzten Frage, die wirklich immer wieder aufkommt.

Aktien oder ETFs? (Minute 13:05)

In Wahrheit ist es so, dass das die falsche Frage ist, genau wie die Frage ob Apfel oder Birne oder ob zuerst das EI oder die Henne war. Denn in Wahrheit ist das alles völlig egal.

Die Hautsache ist, dass du den Bauernhof hast und die Hauptsache ist, dass du was zu essen hast. Und deswegen ist das Wichtigste zuerst einmal, überhaupt Aktien oder ETFs zu kaufen.

Und wenn du dir dann die Frage stellst ob lieber Aktien oder ETFs, hab ich wieder ein paar Tipps für dich.

Wie groß ist dein Depot

Bei sehr kleinen Depots macht es Sinn, vielleicht erst einmal einen ETF zu kaufen, einfach damit du gleich diversifiziert bist und nicht das gesamte Kursrisiko von einer einzigen Aktie hast, wie beispielsweise VW hast, wo dann wegen einem Skandal die Hälfte deines Geldes weg ist.

Der zweite wichtige Faktor, sobald du ein größeres Depot hast, ist dein Wille. Also die Frage ob für dich Investieren eher ein Zweck ist oder du darin wirklich ein Hobby siehst.

Investieren ein Zweck oder ein Hobby.

Wenn du wenig Zeit investieren möchtest, bzw. dein Ziel ist, den ROTI also den Return on Time Invested zu maximieren, dann macht es für dich eher Sinn in ETFs zu gehen, weil da du nicht viel tun brauchst, da es eine passive Anlagestrategie ist.

Da musst du nicht rüber schauen und dich weit nicht so gut informieren, wie bei Einzelaktien.

Wenn du dich dafür entscheidest einzelne Aktien zu kaufen, hast du den Vorteil, dass deine Kosten noch geringer sind. Bei Einzelaktien hat man nämlich gar keine laufenden Kosten. Und du hast vielleicht auch den Spaß daran, Unternehmen zu bewerten und in spezielle Unternehmen zu investieren.

Du hast natürlich auch die Chance, auf eine etwas höhere Rendite als der Index, wenn du deinen Job gut machst, was aber sehr schwer ist.

Nach solchen Faktoren kannst du die Entscheidung treffen, doch ich glaube, dass du dich gar nicht zwischen den beiden entscheiden musst, schließlich schließt das eine das andere nicht aus.

Denke als Beispiel an einen Obstkorb.

Manchmal magst du ein paar Äpfel, manchmal Birnen, manchmal Ananas und manchmal Bananen.

Wieso solltest du dich für ein Obst entscheiden?

Genauso ist es beim langfristigen Vermögensaufbau, wenn man Zeit hat sich mehr damit zu beschäftigen kann man Einzelaktien kaufen und im Hintergrund hat man immer einen ETF-Sparplan laufen.

Aber ich sehe es auch so, dass es als Anfänger. Vor allem wenn man noch nicht so viele Krisen und Downs miterlebt hat, vorteilhaft ist zuerst in ETFs zu investieren.

Der Vorteil davon ist auch, dass man dann eben auch nicht alle Kursrückgänge so stark mitmacht, als wenn man beispielsweise nur VW Aktien im Depot hat, die dann bei einem Skandal dein komplettes Kapital halbieren.

Und je mehr Erfahrung, Kapital und Wissen man hat, desto mehr macht es dann auch Sinn einzelne Aktien zu kaufen.

Vor allem weil man eben auf Einzelaktien keine Kosten hat. Und wenn man sich ein Unternehmen wie Berkshire Hathaway ansieht, das ja im Grunde ein Investmentfond ist, der von Warren Buffet gemanagt wird auf den ich aber keine jährlichen Gebühren habe.

Für alle Neulinge:

Berkshire Hathaway ist das Unternehmen des reichsten Investoren der Welt, Warren Buffet. Mit diesem Unternehmen investiert er in andere Unternehmen, es ist also sozusagen wie ein Fonds nur in Form eines Unternehmens. Das Unternehmen zählt zu den größten Amerikas.

Hier findest du genauere Informationen zu Berkshire Hathaway.

Das heißt warum nicht statt „entweder oder“ einfach „zuerst das eine und dann das andere“.

Und das war dann auch schon das Abschlusswort zu diesem Artikel, ich hoffe natürlich, dass ihr viel gelernt habt und so auch die Rookies auf diesem Blog und auf dem Kanal auf ihre Kosten kommen.

Im Anschluss habe ich dir noch eine PDF mit allen Aktien verlinkt, die du bei der Consorsbank besparen kannst.

https://www.consorsbank.de/content/dam/de-cb/editorial/PDF/Sparplaene/Aktien-Sparplan.pdf

 

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