Depotupdate # 19 November/2018 -3%

Seit Oktober geht es richtig (rot) zur Sache. Und im Gegensatz zu den ersten drei Quartalen 2018, bleibt nun auch mein FAANG-lastiges Depot nicht mehr verschont. In letzter Zeit passiert es häufiger, dass ich mich in Portfolio Performance einlogge und es von einem Tag zum anderen eine Schwankung von 5.000 € oder mehr im Depot gibt. 

Und somit möchte ich heute eine kühne Behauptung aufstellen:

Ich ärgere mich darüber, dass mein Depot an einem Tag -5.000 € macht statt -50.000 €! 

Als ich im März 2009 mit 279,- € angefangen habe zu investieren hatte ich kein Vermögen, war sogar leicht überschuldet. Jeden Tag hatte ich Bammel davor zum Briefkasten zu gehen, indem sich häufig dicke Briefumschläge mit Mahn-Briefen häuften. Ich dachte mir während dieser Zeit häufig, dass es mit meinem (finanziellen) Leben wesentlich voran gehen würde, sobald ich mal ein Vermögen von wenigstens 5.000 € angespart hatte, um nicht jeden Monat darüber nachgrübeln zu müssen, wie ich die Miete und Versicherungsbeiträge aufbringen könnte. 

5.000 € waren damals verdammt viel Geld, denn auch wenn ich im Durchschnitt etwa 1.000 € pro Monat verdiente, hatte ich auch Kosten von ca 1.000 € und Vermögensaufbau erschien nahezu unmöglich. 

Und ebenso entwickelte ich während dieser Zeit den unbändigen Willen dazu, dass irgendwann einmal die Summe von 5.000 € keine Summe mehr sein würde, über die ich großartig nachdenken müsste. Du kennst vielleicht noch den Spruch von Kostolany: "Geld heiß lieben, aber kalt behandeln?" Genau das meine ich damit. Geld ist einer der wenigen "Gegenstände" der Welt, dessen Qualität ausschließlich von der Menge abhängt. Und jeder Mensch ordnet bestimmte Summen von Geld innerlich in "klein", "mittel", "groß", "vernachlässigbar" etc. ein. Für den einen mag die Summe von 50 € als "irrelevant" gelten, für den anderen liegt sie bei 500 € und für Andere wiederum sind schon 10 € im Bereich "wichtig" anzuordnen. 

Mein Ziel war es also, dass die Summe von 5.000 € irgendwann mal für mich als zwar nicht irrelevant, aber "vernachlässigbar" gilt! 

Und hier kommt das Thema Depot ins Spiel. Denn es ist rein mathematisch vollkommen notwendig, dass ein Depot ab einer Größe von 100.000 € um einen vierstelligen Betrag fällt, wenn es mal -1% oder -2% nach unten geht. Gleichzeitig ist es aber für einen Anfänger, oder Jemanden, der weniger Geld besitzt ein ziemliches Schreckensszenario mit anzusehen, dass ein Depot auch mal 10.000 € oder 15.000 € in einem Monat fallen kann, wenn es eine gewisse Größe erreicht. 

Schön und gut, aber warum ärgert es mich, dass das Depot im November INSGESAMT nur um 5.000 € gefallen ist und nicht um 50.000 €? Ganz einfach, da es bei gleicher Konstellation und einem Verlust von 50.000 € bedeuten würde, dass der Depotwert vorher bereits bei 1,5 Millionen Euro gelegen hätte und nicht bei 150.000 €.

Und ich sehe absolut keinen Grund darin, warum sich die Strategie bei steigendem Depotvolumen großartig ändern sollte, außer dass irgendwann natürlich der Grenznutzen von Geld abnimmt, da es emotional viel schlimmer ist von einem Vermögen von 1.000.000 € auf 0 € zu fallen, als es schöner ist von 1.000.000 € auf 2.000.000 € zu klettern.

Ich will damit nur sagen, dass ich mir eine gewisse Schwankungstoleranz antrainiert habe und dass ich die Grenze dessen, was für mich als "vernachlässigbare" Summe gilt ständig weiter nach oben verschiebe. Würde ich heute 100.000 € verlieren, wäre das zwar kein Beinbruch, aber dennoch ein sehr unangenehmes Gefühl und ein belastendes Thema, welches den Alltag durcheinander bringen könnte. Doch irgendwann (das ist das Ziel) werden auch 100.000 € für mich vernachlässigbar sein und deshalb sind mir tägliche, und auch monatliche Schwankungen ziemlich egal, so lange ich von Jahr zu Jahr mein Humankapital erhöhe, mehr Geld verdiene und mehr Geld zum investieren habe. 

 

Hier noch zum Abschluss die nackten Zahlen und Daten des Spanien-Depots:

 

1. Performance November - 2018

 

2. Der aktuelle Depotbestand - November 2018

 

3. Die Gesamtperformance für das Jahr 2018 

 

4. Die Gesamtperformance seit Auflage des Depots, Mitte 2015

Rationale Grüße aus Berlin,

Kolja Barghoorn

 

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