Warum Investmentkriterien das Wichtigste Überhaupt sind!

Emotionen. Jeder hat sie, jeder kennt sie. Vor allem im Bezug auf das liebe Geld. Zunächst hart erarbeitet, soll es sich bitte schön im Aktiendepot über die Jahre vermehren und nicht schrumpfen, wie die Zinsen auf Sparbüchern. 

 

Ich habe gerade einen Artikel über Depotabsicherung im Börsenblog der ARD gelesen. Dort wird die übliche Empfehlung abgegeben, dass man vor dem Urlaub sein Depot auf den Prüfstand stellen, und ggfs. sinnvolle "Stop-Loss" Order definieren sollte.

Eine Aktie quasi gegen Kurseinbrüche "abzusichern" indem z.b. eine automatische Verkaufsorder deine Aktie dann verkauft, wenn sie die 10% oder 15% Verlustgrenze touchiert. Was erst mal auf den ersten Blick total logisch klingt ist auf den zweiten Blick nichts weiter, als Market-Timing, also Spekulation. Denn es könnten ja folgende 2 Szenarien eintreffen:

Szenario A:

Die Aktie fällt um 10% - Dein "Stop-Loss" schickt eine Verkaufsorder und du hast zuzüglich zu den Transaktionskosten einen Verlust von 10% zu verbuchen. Die Aktie fällt nun weiter, während du in der Karibik am Pina-Colada schlürfst und wenn du 2 Wochen später aus dem Urlaub kommst, freust du dich, dass die "Stop-Loss" Strategie aufgegangen ist. Denn mittlerweile wäre der Verlust bei über 20% gewesen.

Soweit so gut! Was ist aber, wenn Szenario B eintritt...

Szenario B:

2. Die Aktie fällt um 10% - Dein Stop-Loss schickt eine Verkaufsorder und zu hast zuzüglich zu den Transaktionskosten einen Verlust von 10% zu verbuchen. Während du dich im Urlaub am Strand massieren lässt und an nichts denkst, außer dass die Masseurin ziemlich süß ist, steigt die Aktie wieder auf den ursprünglichen Einstiegskurs. Hättest du sie gehalten, hättest du auch keinen Kursverlust + Transaktionskosten verbucht.

Ohne das jetzt in eine Pro-und Contra Diskussion zu Stopp-Loss münden zu lassen, möchte ich damit sagen, dass es enorm wichtig ist, VORHER zu wissen was man in Fall A bzw. B. tut. Und dafür braucht man:

 

INVESTMENTKRITERIEN

Hier einige Beispiele meiner eigenen Investmentkriterien:

1. Ich bin zum großen Teil "Buy-and-Hold" Anleger. Das bedeutet mir ist es ziemlich egal, ob eine Aktie zwischendurch abrutscht. Ich definiere Risiko auch nicht nach der Volatilität, sondern danach, ob ich mehr für ein Investment zahle, als es eigentlich wert ist. Als ich im April diesen Jahres die Berkshire-Hathaway Aktie gekauft habe, dann in vollem Bewusstsein darüber, dass sie bis zu 50% oder mehr an Wert verlieren kann, OHNE dass ich sie jemals verkaufen würde. Im Gegenteil. Seit einigen Monaten ist sie um 5 % gefallen und ich nutze jede Gelegenheit Kapital zusammenzustauben und nachzukaufen. Ein Stop-Loss wäre also für mein Kriterium und meine Strategie nicht hilfreich.

2. Du investierst nach der Dividendenstrategie in Einzelne Aktien mit einem langen Anlagehorizont. (10 Jahre und mehr) Wenn nun dein "Stop-Loss" wirksam wird, dann hast du keine Aktien mehr und auch keine Dividenden. Die meisten Unternehmen zahlen (wenn sie es können) Dividenden auch in Krisenzeiten weiter von daher wäre dein "Stop-Loss" auch hier fehl am Platze. Wenn du allerdings...

3. Nach der CANSLIM Strategie investierst, dann ist eines deiner Investmentkriterien, dass du nie, niemals einen Verlust von mehr als 7-8 % in Kauf nimmst. Somit würdest du alle deine Aktien mit Stop-Loss Oders absichern.

Verstehst du was ich meine? Du musst dir im klaren darüber sein, was deine Investmentkriterien sind, denn nur wenn du welche hast, wirst du auch wissen was zu tun ist, wenn sich die Dinge so entwickeln wie du sie dir vorstellst, oder wenn es anders kommt als du denkst. Es macht also schon beim Kauf einer Aktie Sinn darüber nachzudenken, was alles passieren könnte und welche Szenarien denkbar sind. 

und vor allem, WIE du dich dann verhalten wirst.

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Rationale Grüße,

Kolja Barghoorn

 

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