Wie ich mein Geld anlege - Teil 1

"Lege niemals alle Eier in einen Korb"

 

 

 

 

Diese Börsenweisheit dürften wir alle schon öfters gehört haben. Gemeint ist dabei, dass du dein Geld auf mehrere Investments verteilen solltest.

Denn wenn ein Korb mal runterfällt und die Eier kaputt gehen, hast du immer noch genug Andere, die du zu Ostern bemalen oder essen kannst.

In diesem Artikel möchte ich 2 Dinge tun:

 

1. Dir die Diversifikation meiner Anlagen zeigen und begründen, warum ich sie so wähle

2. Verdeutlichen, wie wichtig es ist zu diversifizieren und wie mich meine eigenen Erfahrungen und Fehler das gelehrt haben.

 

Denn dann bekommst du eventuell ein besseres Verständnis von der Planung deiner Investitionen und investierst nicht blind dein ganzes Weihnachtsgeld in "binäre Optionen".

 

Ich investiere: 

30% in meine Ausbildung - 20% in meine Arbeit und 50% in meine Aktien & Anlagen 

 

(Natürlich erst nachdem das Finanzamt ca. 50% vom Kuchen bekommen hat und ein großer Teil für Familie, Versicherungen, Essen, Miete und PS4 Spiele draufgegangen ist).

Jetzt zur Erklärung - 30% meines freien Kapitals wandert in Bücher, Seminare, Fortbildungen, und andere Dinge, die mein Humankapital erhöhen. 

(Meine aktuellen Bücherempfehlungen findest du: hier

 

Wenn man jetzt mal kurz das ganze Thema der Persönlichkeitsentwicklung, Selbstverwirklichung und so weiter beiseite lässt, kommt es in der Ausbildung darauf an auf einem Gebiet (oder später auch mehr) ein Experte zu werden. Ein Experte ist jemand, der mindestens 10.000 Stunden mit einer Tätigkeit verbracht hat und auf seinem Gebiet ein überdurchschnittliches Know-How nicht nur nachweisen, sondern auch anwenden kann. Warum aber ist es so sinnvoll, so viel Geld dort zu investieren? Ganz einfach, Experten werden immer gut bezahlt, vollkommen egal wie gut oder schlecht gerade die wirtschaftliche Lage ist. 

Wenn du Geld in deine Ausbildung oder Studium und Weiterbildung investierst, dann wirst du ein Experte, natürlich nur in Kombination mit harter Arbeit. Da die meisten Menschen harte Arbeit scheuen, ist es für die, die hart arbeiten umso einfacher sich positiv abzugrenzen und abzusetzen. 

Ich habe in den letzten 10 Jahren über 3.000 Trainingspläne geschrieben, Tausende von Menschen gecoached, mehrere Ausbildungen im Fitness-Bereich gemacht, darunter z.B. einen Fitnessfachwirt und eine Fitness-Trainer A-Lizenz. Ich habe mehrere Bücher über Gesundheit und Fitness geschrieben und kann einen Stundenlohn von bis zu 300,- € dafür verlangen jemanden zu coachen. Eine wirklich krisensichere Angelegenheit.

Jetzt verstehst du vielleicht besser, warum ich so viel Wert auf meine Bildung lege und warum es Sinn macht sein Geld zu diversifizieren. Das führt mich gleich zum nächsten Bereich - Der Arbeit.

Hier investiere ich etwa 20% meines freien Kapitals. Arbeitsmaterialien, Kamera, Server-Gebühren, Steuerberater, freie Mitarbeiter machen den großen Teil der Ausgaben aus. Ein Experte zu sein hat aber noch weitaus mehr Vorteile. Aktuell bin ich in der Situation, dass einige Menschen mich regelmäßig kontaktieren, um meine Hilfe in Anspruch zu nehmen. Will jemand zum Beispiel auch ein Buch schreiben oder mehr darüber erfahren, wie man ein Buch bei Amazon erfolgreich verkauft (Dieses Buch habe ich z.B. über 10.000 verkauft bei Amazon - Der Abnehmschlüssel) - kann ich mich direkt an anderen Projekten beteiligen und Verträge aushandeln. Das erweitert natürlich enorm den finanziellen Spielraum, weil man so indirekt von der Arbeit anderer Menschen profitiert, seine Erfahrungen mit einbringen kann, aber nicht jeden Tag aktiv an dem Projekt arbeiten muss. Und das ist nur eines von vielen Beispielen, wie man einen Experten-Status nutzen kann.

 

Kommen wir jetzt zu den Aktien & Anlagen.

Hier Teile ich das Geld in aktuell 4 Asset-Klassen auf: 

 

1. Aktien, Fonds, REITS, Rohstoffe, ETF (50-60%)

2. "Sichere" Anlagen wie Staatsanleihen (20-30%)

3. Alternative Investments: P2P Privatkredite wie z.B. Auxmoney etc, Crowdfunding und was sonst noch so alles auf dem Markt auftaucht. Und ein bisschen Trading zum Spaß haben (insgesamt ca 10%)

4. Gold & andere Edelmetalle (maximal 5-10%)

 

1. Warum den größten Anteil des Geldes in Aktien & ETF? Ganz einfach, weil sie durchschnittlich die höchste Rendite und Liquidität bieten. Warum man bei einem Investment aber nicht nur die Rendite im Hinterkopf haben sollte habe ich in diesem Video erklärt: Das magische Dreieck des Investierens 

Aktien und ETF haben im Durchschnitt bessere Renditen als Immobilien und Gold, dabei aber gleichzeitig eine höhere Liquidität. Das Risiko ist natürlich kurz-bis mittelfristig höher, aber wir investieren ja langfristig. REITs sind die Möglichkeit über Aktien in Immobilien zu investieren, dabei aber ein viel geringeres Risiko einzugehen als beispielsweise bei einem Eigenheim oder einer einzelnen Immobilie. (Ich bin gespannt, ob Gerald Hörhan meine Sicht dieser Dinge im Januar ändern wird, wenn ich mich mit ihm für einige Youtube-Videos treffe).

2. Staatsanleihen bieten zwar aktuell mickrige Renditen, sind aber, sofern du dich auf gute Ratings verlässt, sicherer als jede andere Anlage und haben eine bessere Liquidität als andere Anlageformen. Außerdem korrelieren sie weniger stark mit Aktien, darum sollten sie meiner Meinung nach in jedem Portfolio enthalten sein.

3. Alternative Investments. Diese habe ich als "alternativ" bezeichnet, weil sie relativ neu sind und verglichen mit den "altmodischen" Anlagen noch wenig Performance-Daten und Studien zu diesen Asset-Klassen existieren. Daher investiere ich auch nur wenig Geld dort. Man sollte sich allerdings als rationaler Investor nie den neuen Möglichkeiten verschließen, auch im Hinblick auf die Weiterbildung. Crowdfunding ist ein Thema, in das ich mich nächstes Jahr mehr einarbeiten werde

4. Gold & andere Edelmetalle. Ich investiere ein bisschen Geld in physisches Gold, mit der selben Begründung wie bei Staatsanleihen. Die positiven Korrelationen mit Aktien halten sich in Grenzen. Da ich aber nicht davon überzeugt bin, dass das "Kapitalistische System" und unser "Geldsystem" kurz vor dem Untergang stehen, investiere ich nicht viel Geld in Gold, weil Gold wie Gerd Kommer sagt "die Anlageklasse ist, die das Risiko langfristig am schlechtesten belohnt". Wenn ich eine Gold-Kette kaufe kann ich diese anschauen und mich an ihrer Schönheit erfreuen, aber ich muss darauf hoffen, dass mir irgendwann jemand die Kette für mehr Geld abkauft (inflationsbereinigt) als ich dafür ausgegeben habe. Wenn ich die Kette natürlich zwischenzeitlich für Hochzeiten und andere Anlässe gegen Gebühr verleihe sieht die Sache schon anders aus ;-)

 

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Einblick in meine Investments einen Denkanstoß geben. Deine persönliche Diversifikation mag vollkommen anders aussehen und trotzdem Sinn ergeben. Aus Erfahrung weiss ich auch, dass sich die Verteilung des Kapitals auf die unterschiedlichen Bereiche im laufe eines Lebens ändern und es keine starre Betrachtung sein sollte.

Im nächsten Teil gehe ich auf die Diversifikation meiner Aktien-Investments ein.

Rationale Grüße,

Kolja Barghoorn

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